Bettungsmaterial

Insbesondere für überdachte Pflaster- und Plattenbeläge sowie Beläge auf unzureichend dränfähigem Boden (z.B. bei Aufbauten auf Betonplatten, Dachflächen etc.) und Belägen mit geringem Gefälle empfehlen wir die Bauweise mit kapillarbrechendem Bettungsmaterial:

"Eine sichere kapillarbrechende Wirkung ist bei ungebundenen Bauweisen erst dann gegeben, wenn die Körnung der Bettung als Kleinstkorn 4 mm nicht unterschreitet und der Schlämmkornanteil unter 5% liegt bei Bettungseinbaustärken nicht unter 50 mm (z.B. bei Quarzkies 4/8 mm oder Splitten 5/8 mm – 5/11 mm). Diese Materialien bedingen dann aber eine Tragschicht mit vergleichbarem Wasserdurchfluss, weil es sonst (z.b. bei Tragschichtmaterialien mit Null­anteil) zu einem Wasseraufstau an der Tragschichtoberfläche kommen kann, der unter Umständen die kapillarbrechende Wirkung der Bettung aufhebt. Folgerichtig muss ein wasserdurchlässiges, auf die Bettung kornabgestimmtes filterstabiles Tragschichtmaterial verwendet werden (z.B. ein Dränschotter 5/45 mm oder zumindest ein WD – Schotter 2/45 mm mit Schlämmkornanteil unter 5%), das wiederum mittels Vlies oder Geogitter zum Baugrund / Untergrund filterstabil und suffosionshemmend ausgeführt wird. Damit die Fuge sich filterstabil zum Bettungsmaterial verhält, muss im Regelfall eine zweistufige Verfugung erfolgen (Beispiel: bei einer Kiesbettung 4/8 mm wird der untere Teil der Fuge mit einem Basalt-Splitt 2/5 mm eingefegt und der obere Teil der Fuge mit einem Basalt-Splittbrechsand 1/3 mm versehen / eingeschlämmt).“ Piet Werland

Eine weiterführende Darstellung entnehmen Sie bitte diesem Aufsatz von Piet Werland.