Hinweise für die Verlegung von Betonwerkstein auf Balkonen und Terrassen mit einer gegossenen Betonplatte.

Sollen Betonwerkstein-Platten auf einer gegossenen Betonplatte, zum Beispiel einem Balkon oder einer Terrasse verlegt werden, sind dabei folgende Besonderheiten zu beachten:

Die gegossene Betonplatte.

Die gegossene Betonplatte muss mit 2% Neigung glatt abgerieben gefertigt werden. Wenn die gegossene Betonplatte bereits vorhanden ist und keine Neigung hat, muss ein Gefälle-Estrich mit 2% Neigung aufgebracht werden. Die dünnste Stelle des Estrichs sollte mindestens 2cm stark sein.

Sollte sich unter der gegossenen Betonplatte ein Nutzraum, zum Beispiel ein Keller,  befinden, muss über den Gefälle-Estrich hinaus eine Abdichtung entsprechend DIN 18195/DIN 18336 mit gerichteter Wasserableitung aufgebracht werden.

Das Wasser muss weg.

Achten Sie auf jeden Fall darauf, dass das Gefälle Ihrer gegossenen Betonplatte ausreicht, um stehendes Wasser auf der Fläche zu vermeiden. Es darf kein Nässestau entstehen so dass, die verlegten Betonwerkstein-Platten „nassen Füße“ bekommen, da dies unter Umständen zu Verfärbungen, dunklen Rändern und gegebenenfalls zu langwierigen Ausblühungen führen kann.

Aber selbst wenn die Platte nicht unmittelbar mit Wasser in Berührung kommen zum Beispiel bei einer Verlegung auf Stelzlager darf kein Wasser unter den verlegten Platten stehen. Grund: Wenn die verlegten Platten durch Sonneneinstrahlung erwärmt werden, würde sich das Wasser als Kondenswasser an der Unterseite der Platte niederschlagen. Dieses Kondenswasser steigt durch die Kapillaren der Platte hoch und transportiert in ganz besonderem Maße die ungesättigten Kalkpartikel in der Platte an deren Oberfläche. Ergebnis: Hartnäckige Kalkausblühungen.

Neben dem Gefälle der gegossenen Betonplatte muss eine gerichtete Wasserableitung am Rande der Belagsfläche geschaffen werden. Diese kann je nach Bodenbeschaffenheit und Situation aus einer Kiesschicht, einer Drainrinne, einer Regenrinne etc. bestehen. Auch diese Maßnahme dient dazu, einen Nässestau zu vermeiden.

Verlegung.

Nach der Prüfung der gelieferten Betonwerkstein-Platten, können die Platten entweder auf

  • Stelzlager
  • Mörtelsäckchen
  • Kiesbett mit Körnung ca. 8 mm 
  • auf wasserführende Drainageschichten in Kombination mit Kies oder Sandbett oder
  • mit Hilfe des METTEN Profilsystems verlegt werden.

Bei der Verlegung auf Stelzlager oder Mörtelsäckchen sollten Platten im Format 80x40 alle 40 cm aufliegen (siehe Zeichnung 1).

Verlegung auf Stelzlager

Bei der gleichen Verlegung sollten Platten im Format 60x30 mittig unterstützt werden  (siehe Zeichnung 2).

Verlegung auf wasserführenden Drainageschichten

Die beste Methode ist die Verlegung auf wasserführenden Drainageschichten (zum Beispiel Gutjahr Aquadrain T+). Diese Art der Verlegung reduziert die Gefahr des Nässestaus am besten. Außerdem ermöglicht sie die Verfüllung der Fuge, zum Beispiel mit NEROS-Fugensplitt.