Sorpepromenade, Sundern

Flaniermeile am Sorpesee

Vielfältige Naherholung und reizvolle Flaniermöglichkeiten – die umgestaltete Promenade am Sorpesee in Langscheid lädt dazu mit fast mediterraner Szenerie ein. Das Pflastersystem „La Linia“ von Metten Stein+Design wird in einem sandbeigen Farbton und mit samtiger Textur dem neuen Charme des 640 Meter langen Boulevards gerecht. Die großzügigen Breiten der Pflasterflächen bieten attraktiven Freiraum von hoher Aufenthaltsqualität. Sie erlauben das Genießen der Blütenpracht in den einzelnen Gartenarealen und den Blick über den See.

Mit der neu gestalteten Seepromenade hat die Ferienregion Sundern nachhaltig an Attraktivität gewonnen. „Ein Großprojekt, doch es hat sich gelohnt“, freut sich Meinolf Kühn, Beigeordneter der Stadt Sundern. Bei der Entwicklung des architektonischen Konzeptes hatte man sich klare Ziele gesetzt: „Wir wollten einen Gleichklang erreichen. Die Materialien, die Gestaltung, die Wegführung, die Wasserspiele und die Beleuchtung sollten sich zu einem großen Ganzen zusammenfügen. Kurz gesagt: Die Ästhetik stand im Vordergrund“, fasst der Beigeordnete zusammen. Zentraler Punkt der Umgestaltungsmaßnahmen war die Verschwenkung der Straße in Richtung des Sees. Die dadurch gewonnenen Räume erlaubten einen weitläufigen Boulevard mit einer erlebbaren Differenzierung. Im oberen Promenadenbereich begegnet der Besucher den hochwertig mit Wasserspielen gestalteten Sorpegärten, die eine wichtige Verbindungsachse zwischen dem Kurpark im Westen und der Grünanlage bzw. dem Damm im Osten darstellen. Die großzügigen Breiten der Pflasterflächen – attraktiv gestaltet mit dem Pflastersystem „La Linia“ von Metten Stein+Design - laden zum Flanieren und Schauen ein. Sie erlauben das Genießen der Blütenpracht in den einzelnen Gartenarealen und lassen den Blick ungestört über den See zum Kurpark und in Richtung Hauptdamm schweifen, wo ein attraktiver Aktionsraum mit Uferpromenade die Besucher empfängt.

Was die Gestaltung angeht, haben Verwaltung, Politik gemeinsam mit den renommierten Planungsbüros FHD Bauplan GmbH und B.S.L. Boyer Schulze Landschaftsarchitekten und Ingenieure ganze Arbeit geleistet: Modern, beweglich, spaßorientiert und fast schon mondän kann man hier Gelöstheit und Entspannung erfahren. Zentrales Thema der Umgestaltung – wie könnte es anders sein – Wasser. Überall in der Anlage findet es sich als gestalterisches Element wieder.

Galerie

Kulisse für Spaß und Sport

Der Spiel- und Bewegungsaspekt ist gelungen umgesetzt: Sportlich-spielerische Elemente finden sich überall entlang der Promenade. Sie bietet Besuchern abwechslungsreiche Möglichkeiten, sich aufzuhalten und zu bewegen: Mal können die Kinder rutschen, klettern oder schaukeln. Anderswo dürfen sich die Erwachsenen auf Crosstrainern oder einer Boulebahn sportlich betätigen oder ganz einfach nur Bummeln. Eine besondere Attraktion ist die Seebühne mit dazugehörigem Amphitheater, direkt am Seeufer gelegen. Auch bei der Infrastruktur am See mit Sportclubs, Gastronomiebetrieben, Fremdenpensionen, Wochenendhäusern, Bootshäusern und Campinganlagen hat sich einiges getan. Sie alle sind nicht mehr wie früher über einen herkömmlichen Gehweg miteinander verbunden, sondern über eine einladende Flaniermeile, die im Gesamtbild durch ihre attraktive Pflasterung optische Akzente setzt. Drei Treppenanlagen führen außerdem von der Promenade an der Landstraße direkt zur am See gelegenen Uferpromenade. Ein besonderer Blickfang ist die westliche Treppenanlage, die sich mit verschiedenen Pflanzbeeten als prächtige Blütenkaskade präsentiert, während die sogenannte „Wasserkaskade“ den Bootsanleger mit der Landstraße verbindet. Die dritte und östlichste Treppenanlage führt zur Dammkrone. Für Inline-Skater, Radfahrer oder Menschen mit eingeschränkter Beweglichkeit führt ein barrierefreier Geh- und Radweg über die Grünanlage direkt von der Landstraße zur Uferpromenade.

Gestaltung im Gleichklang

Auch fürs Auge hat die See-Promenade einiges zu bieten: Die Elemente der Anlage sind unter der ästhetischen Prämisse entworfen, sich harmonisch zu einem städtebaulichen Freiraum zusammenzufügen. Dies zeichnet sich in der Verwendung durchgängig hochwertiger und aufeinander in Form und Qualität abgestimmter Materialien aus. Ein Anspruch, der sich durch die engen Verflechtungen zwischen öffentlichen und privaten Raum auch bei den Anrainern wiederfindet. Eigens dafür wurde eine Gestaltungssatzung verabschiedet, die im Dialog mit allen Akteuren die Material- und Farbkonzepte festlegte hat.

Perfekt in die charmante Freiraum-Gesamtkomposition der neuen Sorpepromenade passt das Pflastersystem „La Linia“ von Metten Stein+Design. Als Hauptpflaster der Promenade unterstützt es im Reihenverbund mit Halbsteinversatz und geringem Fugenanteil auf über 900 Quadratmetern die lineare Wegführung. Dazu trägt auch die Maßhaltigkeit der Pflastersteine bei, die auf der gesamte Länge von 640 Metern eine gleichmäßige Optik gewährt, optisch akzentuiert durch eine diagonal strukturierte Bänderung mit dem Plattensystem „Ciara“ in der Farbe Notturno. In den Bereichen, in denen sich der Boulevard terrassenartig zu Flächen mit Möglichkeiten zum Sitzen und Verweilen aufweitet, entspricht La Linia mit einem größeren Format und durch die Verlegung im Drittelsteinversatz dem gestalterischen Ansatz, eine großzügige Flächenoptik zu bewirken. Der Uferweg wurde ebenfalls mit La Linia, hier auf über 1.000 Quadratmetern im Halbsteinversatz in das Freiraumkonzept integriert.

Bei der Neugestaltung der Promenade mussten verschiedene Aspekte im Kontext beachtet werden. Die Maßnahme, durchgängig das Pflastersystem La Linia von Metten Stein+Design einzusetzen, trägt dem Anspruch nach einer optischen Verknüpfung der öffentlichen Räume Rechnung. Auch private Anrainer etwa aus dem Gastronomiebereich haben inzwischen dem Gestaltungsprinzip entsprochen und sich für eine sandbeige Pflasterung ihrer Außenfläche entschieden. So ist auf der Terrasse der Eisdiele das Metten Stein+Design Pflaster „Boulevard Lombardo“ verlegt. Im Dialog soll erreicht werden, dass eine Anpassung der Bereiche erfolgt, bis hin zur Bestuhlung der Außengastronomie, den Sonnenschirmen oder auch den Papierkörben. „Alles soll dem hochwertigen Erscheinungsbild möglichst einheitlich angepasst sein“, dafür setzt sich der Stadtbeigeordnete nachhaltig ein. Das Bodenkonzept untermauert diesen Gestaltungsansatz und kreiert eine charmante Atmosphäre.

Stein mit attraktivem Design

Mit einem hohen Anteil an hochwertigen Naturstein-Edelsplitten, die durch Feinstrahltechnik freigelegt sind, überzeugt La Linia mit natürlich samtiger Anmutung. Wesentlicher Charakter des Pflasters ist seine hohe Farbbeständigkeit durch die Verwendung ausgewählter, farblich abgestimmter Naturstein-Edelsplitte. „Die Farbbeständigkeit von La Linia hat uns überzeugt“, sagt Meinolf Kühn. Dass das Pflaster auch bei Nässe seine natürliche Farbigkeit behält, war für die Verantwortlichen ein weiteres Kriterium, sich für das System von Metten Stein+Design zu entscheiden. Hinzu kamen die geringe Schmutzaufnahme und die vergleichsweise guten Reinigungseigenschaften die dieses Pflastersystem durch die „Clean Top“ Oberflächentechnologie auszeichnet: „Das Wegesystem soll möglichst lange ein gepflegtes Aussehen behalten, dabei den Bedürfnissen von Spaziergängern ebenso wie denen von Joggern, Skatern und Radfahrern genügen“, so der Stadt-Beigeordnete Kühn weiter.

Lage und Größenordnung des Projekts

Die Neugestaltung der Sorpepromenade basiert auf integrierten Konzepten der kommunalen und regionalen Ebene. Der Umbau ist Bestandteil des Masterplans „Sauerländer Seen“, der die Seen touristisch vernetzt. Die Stadt Sundern hat zu Beginn des Jahres 2007 mit der konkreten Planung zur Umgestaltung des etwa 640 Meter langen Abschnittes der „Sorpepromenade“ in Sundern-Langscheid am Sorpesee begonnen. Im August 2009 wurde die Promenade passend zum 75. Jubiläum des Sorpesees fertig gestellt. Der komplette Umbau endete im Frühjahr 2010 mit der Neuordnung eines großen Parkplatzes unterhalb der Dammkrone. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme betrugen ca. 4,5 Mio. Euro. Die Stadt Sundern hat etwa 1,35 Mio. Euro dieser Summe selbst finanziert. Knapp 2 Mio. Euro stammen aus der Städtebauförderung und 385 Tsd. Euro aus dem GVFG. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW bezuschusste 280 Tsd. Euro und die Restsumme wurde durch Beteiligung privater Dritter bzw. Sponsorengeldererbracht.

Bautafel

Projekt:

Sorpepromenade, Sundern

Farben und Formate:

MeLaLiniaSandbeigeOberflaeche775ret2
Sandbeige

10 x 20 x 8 cm

60 x 40 x 12 cm

Architekt:

B.S.L. Boyer Schulze Landschaftsarchitekten und Ingenieure, Soest

Bauherr:

Stadt Sundern

Fläche:

6.000 m²

Fertigstellung:

2010